Technologie

Neurostimulation bei kortikalen Funktionseinschränkungen

Die Forschung zur transkraniellen elektrischen Stimulation des Gehirns hat zu wesentlichen Erkenntnissen geführt – und eröffnet neue Therapieformen bei neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen, für die eine Modulation der von der Hirnrinde ausgehenden Erregbarkeit entscheidend ist.

EASEE®: Ein System, zwei Effekte

INHIBIERENDE STIMULATION
Z.B. EPILEPSIE


AKTIVIERENDE STIMULATION
Z.B. DEPRESSION


Die zentrale Elektrode der Elektrodenmatte funktioniert wahlweise als Anode oder Kathode – je nachdem, ob eine stimulierende oder hemmende Wirkung gewünscht wird. So kann EASEE® in Zukunft nicht nur bei Epilepsie, sondern auch bei anderen funktionalen Gehirnerkrankungen eingesetzt werden.

EASEE® kann mit der aktivierenden Wirkung die Rehabilitationszeit bei Schlaganfallpatienten verkürzen und bei kognitiven Dysfunktionen helfen, den Alltag besser zu bewältigen. Auch psychiatrische Patienten, z.B. mit Depressionen, könnten von EASEE® profitieren.

Closed-loop

Der nächste Schritt in der Weiterentwicklung des EASEE® Systems besteht in der Entwicklung eines Closed-loop-Systems. Mit Unterstützung des BMBF arbeiten wir daran, dass EASEE® auch Hirnaktivität (EEG) aufzeichnen, auswerten und bei Bedarf mit einer gezielten Stimulation antworten kann. So kann systematisch z.B. auf ein beginnendes Anfallsgeschehen reagiert werden.